n8n vs Make: Welche Automatisierungsplattform ist besser?
Detaillierter Vergleich zwischen n8n und Make (ehemals Integromat): Kosten, Features, DSGVO-Konformität und Performance im direkten Vergleich.
Die Wahl der richtigen Automatisierungsplattform kann über den Erfolg oder Misserfolg deiner Workflow-Strategie entscheiden. In diesem umfassenden Vergleich analysiere ich n8n und Make (ehemals Integromat) nach den wichtigsten Kriterien für Unternehmen und Entwickler. Als jemand, der beide Tools täglich einsetzt, zeige ich dir die echten Stärken und Schwächen beider Plattformen.
Was ist n8n? Die Open-Source Alternative
n8n ist eine Open-Source Workflow-Automatisierungsplattform, die 2019 von Jan Oberhauser in Berlin gegründet wurde. Das Besondere an n8n ist die Möglichkeit zum Self-Hosting, was volle Kontrolle über Daten und Infrastruktur ermöglicht. Mit über 400 Integrationen und der Möglichkeit, eigene Nodes zu entwickeln, richtet sich n8n primär an technisch versierte Nutzer und Entwickler.
Kernfeatures von n8n
- Self-Hosting: Vollständige Datenkontrolle auf eigenen Servern
- Fair-Code Lizenz: Kostenlos für Einzelnutzer und kleine Teams
- JavaScript/TypeScript: Volle Code-Freiheit in Function Nodes
- 400+ Integrationen: Von APIs bis Datenbanken
- Webhooks und Trigger: Echtzeit-Automatisierung
Was ist Make? Der Visual-First Ansatz
Make, früher bekannt als Integromat, ist ein Cloud-basiertes Automatisierungstool aus Prag. Die Plattform setzt auf einen visuellen Builder mit über 1.500 Integrationen und richtet sich an Business-User ohne tiefe Programmierkenntnisse. Die intuitive Oberfläche macht komplexe Workflows auch für Nicht-Entwickler zugänglich.
Kernfeatures von Make
- Visueller Workflow-Builder: Drag-and-Drop Oberfläche
- 1.500+ Integrationen: Breites App-Ökosystem
- Scheduling: Zeitgesteuerte Szenarien
- Data Stores: Integrierte Datenspeicherung
- Fehlerbehandlung: Automatische Retry-Mechanismen
Kostenvergleich: n8n vs Make Pricing 2026
Der Kostenvergleich zeigt signifikante Unterschiede zwischen den beiden Plattformen. Während Make auf ein Operations-basiertes Modell setzt, bietet n8n flexible Self-Hosting-Optionen.
n8n Pricing
- Self-Hosted: Kostenlos (Open Source)
- n8n Cloud Starter: ab 20 Euro pro Monat für 2.500 Workflow-Ausführungen
- n8n Cloud Pro: ab 50 Euro pro Monat für 10.000 Workflow-Ausführungen
- Enterprise: Individuelle Preise mit SLA
Make Pricing
- Free: 1.000 Operations pro Monat, 2 aktive Szenarien
- Core: ab 9 Euro pro Monat für 10.000 Operations
- Pro: ab 16 Euro pro Monat mit erweiterten Features
- Teams/Enterprise: ab 29 Euro pro Monat mit Collaboration-Features
Tipp
Bei hohem Workflow-Volumen ist n8n Self-Hosted die kostengünstigste Lösung. Ein einfacher VPS für 10 Euro pro Monat kann unbegrenzte Workflows ausführen.
DSGVO-Konformität und Datenschutz
Für Unternehmen in der EU ist die DSGVO-Konformität ein entscheidendes Kriterium. Hier zeigt n8n seine größte Stärke: Durch Self-Hosting auf europäischen Servern verlassen sensible Daten nie die eigene Infrastruktur.
n8n Datenschutz-Vorteile
- Self-Hosting in Deutschland möglich
- Keine Datenübertragung an Drittanbieter
- Volle Kontrolle über Logs und Credentials
- Verschlüsselung nach eigenen Standards
Make speichert Daten in der EU (AWS Frankfurt), erfüllt damit grundlegende DSGVO-Anforderungen, bietet aber keine Self-Hosting-Option. Für streng regulierte Branchen wie Gesundheit oder Finanzen kann dies ein Ausschlusskriterium sein.
Performance und Skalierbarkeit
Bei der Performance zeigen sich unterschiedliche Stärken. n8n punktet mit unbegrenzter Skalierbarkeit bei Self-Hosting, während Make durch optimierte Cloud-Infrastruktur überzeugt.
Benchmark-Vergleich
- n8n: Unbegrenzte parallele Workflows (hardwareabhängig)
- Make: Bis zu 2 parallele Szenarien im Free-Plan
- n8n: Sub-Sekunden Webhook-Response
- Make: Durchschnittlich 1-3 Sekunden Latenz
Benutzeroberfläche und Lernkurve
Make bietet eine intuitivere Oberfläche für Einsteiger mit seinem visuellen Szenario-Builder. n8n hingegen erfordert mehr technisches Verständnis, belohnt dies aber mit größerer Flexibilität. Entwickler fühlen sich bei n8n schnell zuhause, während Business-User oft Make bevorzugen.
Use Cases: Wann welches Tool wählen?
Wähle n8n wenn
- DSGVO-Konformität und Datenkontrolle oberste Priorität haben
- Du JavaScript oder TypeScript-Kenntnisse hast oder im Team hast
- Kostenoptimierung bei hohem Volumen wichtig ist
- Du eigene Nodes entwickeln möchtest
- Komplexe Datenverarbeitung mit Code erforderlich ist
Wähle Make wenn
- Schnelle Einrichtung ohne Server-Setup gewünscht ist
- Dein Team keine Entwickler umfasst
- Viele Standard-Integrationen benötigt werden
- Das Budget für Cloud-Hosting vorhanden ist
- Visuelles Arbeiten bevorzugt wird
Fazit: Die richtige Wahl für dein Projekt
Beide Plattformen haben ihre Berechtigung. n8n ist die erste Wahl für Entwickler und Unternehmen mit strengen Datenschutz-Anforderungen. Die Self-Hosting-Option und die Code-Flexibilität sind unschlagbar. Make hingegen überzeugt durch Benutzerfreundlichkeit und ein breites Integrations-Ökosystem für Business-User.
Meine Empfehlung: Für DSGVO-konforme Automatisierung in Deutschland ist n8n Self-Hosted die sicherste und langfristig kostengünstigste Lösung. Ich unterstütze dich gerne bei der Einrichtung und Workflow-Entwicklung.
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